November 2008
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Archiv des Monats November 2008

Es kommt immer anders als man denkt und dann auch noch früher

am 22. November 2008 unter Normales abgelegt von night

Endlich mal wieder eine Nacht gut geschlafen und dann sowas. Das übliche Ritual morgens ist (nach mehrmaligen herumdrehen und versuchen trotzdem wieder einzuschlafen, egal wie der Flüssigkeitsbehälter im Körper auf Leerung besteht) aufzustehen und das Rollo meines Dachfensters nach oben zu schieben. Überraschenderweise drang genausoviel Licht herein in mein Schlafzimmer wie vorher. Ein bis zwei Minuten Sekunden später sah ich was los war. Schnee. Weiss, Kalt, Schneeartig.

Es hatte geschneit über Nacht, Super dachte ich mir. Hat es sich wenigstens gelohnt noch vor 2 Wochen die Winterreifen aufzuziehen. Ich hob das Fenster ein Stück, durch den Spalt ergab sich ein heiteres Bild von einem nicht näher genannten Nachbar der auf seinem freigekratzen Parkplatz hektisch zugange war und seine für Kälte zugelassene Pneus auf sein Vehikel mit französischen Migrationshintergrund montierte. Ein schöneres Bild kann es ja nicht geben (den man hat sich noch vor einer Woche mit selbigen Nachbarn unterhalten über den kommenden Winter in dem selbiger selbstbewusst behauptete, der Winter brauche noch etwas und er würde erst ende November wechseln). Schadenfreude und so, ihr wisst schon.

Falls bei euch kein Schnee liegt, hier habt ihr einen kurzen Blick aus meinem Arbeitszimmerfenster. Aber Vorsicht, sieht nicht nur kalt aus

Winter

Es dreht sich der Zeiger…

am 08. November 2008 unter Uneinsortierbar abgelegt von night

Drei Jahre ist es nun schon her, der Schmerz steckt immer noch tief wie ein Dolch tief im Fleisch. Die Wunde heilt nicht, nur mit der Zeit lernt man sie zu ignorieren, mit ihr zu leben. Und irgendwie gehört sie auch zu einem selbst, den sie steht nicht nur für schmerz, sie ist auch ein Leuchtturm im Meer der Erinnerungen, schöner Erinnerungen an die Zeit vor dem einen Tag.

Ich kann heute noch nicht rausgehen, an den einen Ort. Wie die letzten Jahre an diesem Tag stand ich vor dem geschmiedeten Eisentor und konnte die Schwelle nicht meistern. Sollte ich dort überhaupt hingehen? Ich weis es nicht, es würde auch nichts ändern.

Eigentlich sollte ich diesen Tag im Jahr hassen, kann es aber nicht. Sie würde es nicht wollen, deshalb tue ich es nicht. Trotzdem, ich vermisse sie…

Geht ihr ruhig schon weiter, ich bleibe hier noch ein wenig sitzen, sehe zu wie der Zeiger meiner Uhr sich weiter dreht. Er läuft und läuft voran, dreht sich doch dabei immer nur im Kreis solange bis er wieder am Anfang ist… und es ist im egal, er rennt trotzdem weiter als wäre nichts gewesen… ich mag keine Uhren.